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Bei der OMV handelt es sich um die Interessenvertretung derjenigen Mitglieder von CDU und CSU, die aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten oder der SBZ bzw. DDR stammen. Die Geschichte der OMV reicht bis in die unmittelbare Nachkriegszeit zurück. Noch vor Gründung der Bundespartei 1950 setzten auf Zonen-, Landes- und Kreisebene erste Bemühungen ein, die Belange der Ost- und Mitteldeutschen in Flüchtlingsausschüssen zu bündeln.

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Martin Bach-Sliwinski

Boss

Landesvorsitzender

Seit rund zwei Jahrzehnten für die OMV Berlin verantwortlich.

Die Deutschlandpolitik stand im Zentrum ihrer Leitsätze: Mit der Teilung Deutschlands und Europas sowie der Vertreibung von Millionen Deutschen wollte man sich nicht abfinden.

1968 wurde auf dem CDU-Bundesparteitag in Berlin die Union der Vertriebenen und Flüchtlinge (UdVF) als Zusammenschluss der Flüchtlingsausschüsse und des 1950 gegründeten Landesverbands Oder/Neiße ins Leben gerufen. Aufgrund der ähnlichen Zielsetzung gab es später Überlegungen hinsichtlich einer Fusion mit der Exil-CDU, die aber nicht realisiert wurden.

Die Ostpolitik der sozial-liberalen Koalition rief die UdVF Anfang der 1970er Jahre verstärkt auf den Plan. Das Selbstbestimmungsrecht aller Deutschen und das Recht auf Heimat waren programmatische Schwerpunkte, die es nun gegen Widerstände zu verteidigen galt. 1981 wurde die UdVF in OMV umbenannt. In den folgenden Jahren führten rückläufige Zahlen der von Flucht und Vertreibung direkt Betroffenen sowie die Erfüllung programmatischer Forderungen infolge des Umbruchs in Osteuropa zu einem Bedeutungsverlust der OMV. Ein neues Aufgabenfeld hat sich ihr aber durch den Zustrom von Aussiedlern erschlossen.

Wissen
Die UdVF (heute OMV) ging aus den Flüchtlings- und Vertriebenenausschüssen hervor, die sich innerhalb der Unionsparteien ab Mitte 1946 bildeten. Als parteipolitischer Ansprechpartner für die Interessenverbände der Flüchtlinge und Vertriebenen trat sie programmatisch für das Selbstbestimmungsrecht aller Deutschen sowie das Recht auf Heimat ein und bemühte sich um Pflege des deutschen Kulturerbes in Ostmitteleuropa.

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